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Zwischen Realismus und Komforthaltung

Die meisten Hochschulabsolventen trauen sich nicht zu, nach dem Studium sofort voll in den Job einzusteigen: 46 Prozent der Berufsanfänger wünschen sich einen Start ins Unternehmen über ein Traineeprogramm, ergab eine Studie der Beratungsgesellschaft Kienbaum zum Uni-Abschlussjahrgang 2015. Sieben Prozent ziehen ein Praktikum vor. Nur 47 Prozent der Jobsuchenden würden den Direkteinstieg wählen.

„Die aktuelle Absolventengeneration schwankt zwischen Realismus und Komforthaltung“, sagt Constanze Wachsmann, Personalberaterin bei Kienbaum. „Realismus, weil sie merkt, dass Traineeprogramme speziell für Wirtschaftsstudenten heute häufiger angeboten werden als Direkteinstiege. Und Komforthaltung, weil die Absolventen sich anscheinend damit zufriedengeben, zunächst weniger Verantwortung zu tragen.“ Zudem schätzten viele Einsteiger die intensive Betreuung und die Chance, unverbindlich in viele Unternehmensbereiche hineinschnuppern zu können, so Wachsmann.


53 Prozent der Büroarbeiter essen mittags am Schreibtisch und erledigen dabei
PRIVATES ODER GESCHÄFTLICHES.


Die Lieblinge der Chefs

Wie kann ich mich bei meinem Vorgesetzten beliebt machen? Die meisten Führungskräfte wünschen sich keine Querdenker, sondern eher angepasste Mitarbeiter, ergab eine aktuelle Studie der Fernuniversität Hagen. Die Befragten bevorzugten dabei Eigenschaften wie Verlässlichkeit, Produktivität und Loyalität. Vor allem leitende Angestellte in Großunternehmen fordern von ihren Leuten viel Leistung und schnelle Resultate. Selbstbewusste und schwer beeinflussbare Mitarbeiter haben es dagegen schwer, die Lieblinge der Chefs zu werden.


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